Pressemitteilung 08.06.2004   Von Marcus Gansewig

 

 

 

 

 

 

 

 

Die AG Fliegerschicksale hat die Absturzstelle einer britischen Halifax nach Wensickendorf gefunden

 

"Die genaue Absturzstelle ist uns noch nicht bekannt. Aber all die Teile, die hier auf dem Waldboden liegen, sprechen für sich." Mario Schulze von der Arbeitsgemeinschaft (AG) "Fliegerschicksale" Oranienburg ist sich sicher. Die Stelle im Wensickendorfer Wald, am östlichen Rand des Lehnitzer Bundeswehrareals ist der Ort, an dem in der Nacht zum 21. Januar 1944 der britische Halifax-Bomber "JN951" abstürzte. Darauf gestoßen ist der "Historiker" bei einem Besuch des britischen Staatsarchivs in London. Um nun aber den genauen Absturzort zu finden, benötigt die AG Hinweise von Zeitzeugen.
Dabei ist es der Arbeitsgemeinschaft nicht wichtig, eine lückenlose Liste der aufgefundenen Flugzeugteile zu erstellen. Vielmehr geht es den Hobby-Forschern um das Schicksal der Besatzung.
"Die abgestürzte Halifax hatte sieben Männer an Bord. Nur einer hat überlebt. Die anderen sind höchstwahrscheinlich beerdigt worden", meint Schulze. Doch wo, dass weiß bisher noch keiner.
"Die Gräber zu finden, ist jetzt unser vorrangiges Ziel." Die nähere Zukunft werden Schulze und seine AG-Kollegen mit der Recherche in Friedhofsregistern verbringen.
Nur wenn sie dort keine Hinweise auf die Briten finden, kehren sie wieder zur Absturzstelle zurück. Denn wichtig ist Schulze nur eines: "Wir wollen den Hinterbliebenen die Gewissheit geben, dass ihre Verwandten in Frieden ruhen. Nur das zählt. Die Teile sind doch nur Schrott."